Berichte 2019

97. DV-SMV vom 27. März 2019
Gilles Dufaux bei der Elite und Junior Jason Solari „Schützen 2018“

An der 97. DV des Schweizerischen Matchschützenverbandes (SMV) in Olten, standen die Ehrungen und das Fachreferat von Christof Carigiet im Mittelpunkt.

In Olten – dem Gründungsort der Matchschützen vom 08.Januar 1922 - konnte Präsident Marcel Ochsner (Winterthur), 40 Delegierte, Ehrenmitglieder, Gäste und Sponsoren begrüssen. Die Jahresbeiträge bleiben sowohl für Kollektiv- wie Einzelmitglieder auch 2019 unverändert.

Der 25-jährige Gilles Dufaux (Granges-Paccot) wurde zum 1. Mal von der DV als „Schütze des Jahres Elite“ gewählt. Er schiesst seit 2014 und ist in kurzer Zeit zum Leistungsträger im 300m Kader herangewachsen. Gilles ist bereits 8-facher Schweizermeister, gewann an der WM im koreanischen Changwon im 3x40 Einzelwettkampf 300m die Bronzemedaille, dazu in den  Teamwettkämpfen 2x Silber und 1x Bronze. Mit diesen Leistungen war Gilles Dufaux an der
WM erfolgreichster Schweizer.
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Bei den Junioren konnte Jason Solari, geb. 08,01.2000 aus Malvaglia im Tessin ebenfalls zum 1. Mal zum „Schütze des Jahres Junioren“ proklamiert werden. Mit Jason hat die Schweiz wieder ein vielversprechendes Talent im Pistolenschiessen. Er gewann an den Youth Games in Buones Aires mit der Luftpistole die Bronzemedaille. Jason musste sich für die DV entschuldigen, da er in der Schule noch Prüfungen hatte und dadurch die Schule nicht früher verlassen konnte, sodass er vom Tessin nicht rechtzeitig in Olten eingetroffen wäre.

Den Tanner Wanderpreis (Bergkristall) für das beste 300 m-Dreistellungsresultat 3x40 auf internationaler Ebene, gewann Silvia Guignard (Zürich) am 10.10.18 mit den 1172 Punkten am Europacupfinal in Zagreb, was ihr die Silbermedaille (2. Rang) eintrug. Den Michel Ansermet Pistolen-Wanderpreis ging zum 7. Mal an Heidi Diethelm für den 8. Rang mit der Sportpistole 25m am Weltcup in Fort Benning USA. 

AXIA TRIPLE X
Die Idee für das AXIA TRIPLE X Schiessbrillensystem stammt vom Referenten und Allrounder Spitzenschütze Christof Carigiet. Konstruktiv setzte es Walter Egli (Oberembrach) um und die Fachbearbeitung übernahm Boris Rebsamen der Firma SEHSTERN OPTIK in Niederglatt. Dank diesem neuen Schiessbrillensystem können die Seh- und Zielprobleme im Schiesssport noch besser gelöst werden. Zahlreiche Sportschützen aller Kategorien sind überzeugt vom
wettkampferprobten Schiessbrillensystem.

Was kann dieses Schiessbrillensystem?
- Sehfehler die bei seitlicher Kopfneigung entstehen beheben
- Die Anwendung ist einfach und unkompliziert.
- Kann Innert Sekunden an veränderte Verhältnisse angepasst werden.
- Die Korrektur der Achslagen kann mit einer Hand – auch bei aufgesetzter Schiessbrille.gemacht werden
- Filterwechsel ist mit einer Hand – auch bei aufgesetzter Schiessbrille möglich
- Brillenglas, Filter und/oder Irisblende sind durch Führungen sicher gehalten – kein plötzliches Abspringen.
- Schweizer Qualitätsprodukt aus High-Tech Materialien (hochverdichtetes Aluminium, rostfreier Edelstahl).
- Langlebig – Zuverlässig und Wartungsfrei

2018 war kein Wahljahr. Da leider am 04.11.2018 Vorstandsmitglied und Webmaster Kurt 
Bolliger verstarb, die Passwörter fehlten, konnte die Homepage nicht mehr aktiviert werden.  Deshalb wurde an der DV bekannt, dass der SMV ein Webmaster suche. Nach der DV meldete
sich Gianni Albert (Niederurnen) der MSV des Kantons Glarus, dass er den Webmaster übernehme und die neue Homepage erstelle und auch bewirtschafte. Herzlichen Dank Gianni.
Die 98. DV findet am Freitag, 25. März 2019, 19.30 Uhr im Hotel Aarhof in Olten statt.

Heinz Bolliger

Präsidialrede vom SMV Präsidenten Marcel Ochsner
Wow, war das eine Freude! Nina Christen gewinnt am Weltcup in Neu-Delhi im G50 3-Stellungswettkampf 3x40 und holt den ersten Quotenplatz für die Schweiz für die olympischen Spielen 2020 in Tokio. Mit dem 1. Weltcupsieg einer Schweizerin in einer olympischen Gewehrdisziplin hat sie historisches geschafft. Und am 23. März doppelte Nina gleich nach,  erst nach dem 3. Shoot-0ff wird Nina um ein Zehntelpunkt (10.4 zu 10.3) auf den Silberplatz verwiesen. Das sind hocherfreuliche Meldungen, das Jahr 2019 ist somit so richtig lanciert.


Will der SSV das 300m Matchschiessen abschaffen?

Am Eidgenössischen Schützenfest 2020 in Luzern laufen die Vorbereitungen für den eidgenössischen Ständematch auf Hochtouren. Das SMV Anliegen den 3-Stellungswettkampf 300m Junioren an Stelle von U21, U26 (Nachwuchs) auszuschreiben, wurde vom Vorstand SSV nicht unterstützt und die Präsidenten der Kantonalschützenverbände gehorchten. Für den SMV ist das unerklärlich.


Nach dem Ausbildungskonzept SSV wird nach J+S Konzept gearbeitet. Mit der Ausbildung G10m begonnen, mit dem G50m weitergefahren und erst später mit der 300m Ausbildung begonnen. Nach diesem Konzept kommen die Junioren erst um das 20. Altersjahr in Berührung mit dem 300m 3-Stellungsschiessen. Es ist nicht verwunderlich, dass nur gerade 5 Verbände provisorisch eine Teilnahme am ESM angemeldet haben.


In den Grundsatzbestimmungen an den Organisator vom ESM 2025 ist der Wettkampf 300m Junioren nicht einmal mehr im Programm. Mit solchen Entscheiden ist der SSV auf dem besten Weg, das 300m Matchschiessen abzuschaffen.


Die Fortschrittlichen Kantonalverbände führen ihren Kantonalmatch 300m im Nachwuchs U26 oder U25 durch. Auch werden im Leistungssport Nachwuchskader U26 geführt. Es wird viel Geld und Herzblut investiert und die rückständigen Kantonalpräsidenten, aber auch unser Dachverband ignoriert das einfach. Es wird dogmatisch argumentiert, dass U26 keine offizielle Kategorie sei. International (ESC/ISSF) gibt es keine Juniorenkategorie 300m und National muss man sich Ernsthaft fragen, wer ausser den Kantonalpräsidenten kann denn diese Kategorie am Eidgenössischen Ständematch noch einführen?


Politisch steht am 19. Mai 2019 mit dem Referendum zur Übernahme der EU Waffenrechts eine ganz brisante Abstimmung an. Man denkt eigentlich, dass wir in Schützenkreisen dafür nicht weibeln müssten, wenn man aber bedenkt, dass der SSV in seinem Jahresbericht 130'000 Mitglieder vermeldet, so stellt man fest, dass mit den 125'000 Referendums-Unterschriften nicht einmal jedes Mitglied unterschrieben hat. Im Detail ist es sogar so, dass es Kantone gibt, in denen weniger Unterschriften gesammelt wurden als es lizenzierte Schützen gibt. Wenn wir diese Abstimmung gewinnen wollen, dann müssen wir Schützen aber
geschlossen dahinterstehen und unser Umfeld überzeugen und mobilisieren. Die Kantonalen Komitees sind gegründet, aber wenn wir glauben wir können nun zurücklehnen, die werden es schon richten, wäre das der Anfang vom Ende. Es braucht einfach jede Person, welche sich nach seinen Möglichkeiten engagiert. Ich bin sicher, dass das persönliche Gespräch am besten überzeugen kann. Argumente sind über die Kampagnenleitung und Homepage www.eu-diktatnein.ch  verfügbar. Also packen wir es an, motivieren wir unsere Vereinsmitglieder, jeder kämpft in seinem Umfeld für ein Nein.